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Bürgerschaft/Fraktionen/Hunde/Hamburg/
(Zusammenfassung 1430)

   Hamburg (dpa/lno) - Fünf Jahre nach der tödlichen Beiß-Attacke auf den kleinen Jungen Volkan müssen Hunde in Hamburg an die Leine. Die Fraktionen von CDU, SPD und GAL einigten sich auf einen entsprechenden Antrag. Bereits am Donnerstag soll die Bürgerschaft darüber beschließen, kündigten die Fraktionen am Mittwoch an. Nach der Sommerpause soll der Senat einen Gesetzentwurf vorlegen. Die Bürgerschaft kann dann im September beschließen, sagte der SPD-Abgeordnete Andreas Dressel. Das Gesetz löst die bisher geltende Hundeverordnung ab. In den vergangenen Jahren war es in der Hansestadt immer wieder zu Angriffen gegen Spaziergänger und Kinder gekommen.

   Ausnahmen von der Leinenpflicht sind nach dem Willen der Fraktionen nur für ungefährliche Hunde möglich, deren Besitzer einen so genannten Hundeführerschein gemacht haben. Daneben wollen die Fraktionen eine Haftpflichtversicherung für Hundehalter vorschreiben. Auch soll jedem Tier ein Chip zur eindeutigen Identifizierung eingepflanzt werden. In einem zentralen Hunderegister würden dann Daten gesammelt, sagte der CDU-Abgeordnete Michael Fuchs. Für die neuen Regelungen soll eine Übergangsfrist von einem Jahr gelten.

   Auf ausgewiesenen Freilaufflächen sollen alle Hunde weiter ohne Leine herumtoben können. Damit werde dem Tierschutz Rechnung getragen, sagte Dressel. Wie und wo diese Flächen angelegt werden, müsse aber in den Bezirken entschieden werden. «Die sind jetzt gefordert», sagte Dressel.

   Fast genau vor fünf Jahren war der sechsjährige Volkan auf einem Schulhof in Hamburg-Wilhelmsburg von einem Kampfhund angegriffen und zerfleischt worden. Die Tragödie hatte bundesweit für Diskussionen um gefährliche Hunde ausgelöst. Die Folge waren schärfere Gesetze vor allem zur Haltung von Kampfhunden und als gefährlich geltenden Rassen.

Quelle: dpa ho yyno mö - 221426 Jun 05