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Hundebesitzer wütend. Auch andere Tiere tot. Es ist E 605

   Von OLIVER MEYER und WERNER SCHLAGEHAN

   Köln – Sie soll zwischen 50 und 60 Jahre alt sein, wurde bereits von mehreren Hundebesitzern auf den Feldern von Lülsdorf und Grengel gesehen. Doch wer ist die geheimnisvolle Frau, die die tödlichen Hunde-Giftköder auslegte?

   Auch am Mittwoch gingen Polizei und Ordnungsamt wieder auf Suche, um die mit Pflanzenschutzmittel verseuchten Hundebrocken einzusammeln. Doch nicht nur für Hunde (6 tot, 20 verletzt) besteht eine große Gefahr. Inzwischen haben viele Krähen, Katzen und Igel die Köder gefressen und gehen erbärmlich zugrunde.

   Tierärztin Gabriele van Reth zum EXPRESS: “Auf den Feldwegen wurde bereits vergiftete Tiere gefunden. Wir müssen davon ausgehen, dass weitere daran sterben werden.“

   Viele Hundebesitzer sind wütend. Bernd Petermann (62) sagt das, was alle denken: “Wenn ich den Täter erwische, brauchen wir keine Polizei. Den lasse ich seine eigenen Köder essen.“ Auch am Mittwoch behandelte Gabriele van Reth zwei Hunde, die Vergiftungserscheinungen zeigten. Die Dogge und der Schäferhund konnten zum Glück gerettet werden.

   Viele Anwohner halten jetzt die Augen auf, wollen die Frau auf frischer Tat erwischen. Im Dorf wird erzählt, dass die Frau beim Wegwerfen von Ködern gesehen worden sei. Als sie angesprochen wurde, leugnete sie und behauptete: “Ich bin Joggerin und habe nichts damit zu tun.“ Dann verschwand sie. In der Nähe wurde ein grüner Eimer mit Resten der Leckerli gefunden. Doch die Polizei weiß noch nicht, wer diese Frau ist. Aber aufgrund der Streuung scheint klar, dass sie in der näheren Umgebung wohnt.

  “Vielleicht ärgerte sie sich beim Joggen über Hunde, die sie anbellten. Oder über die Hundehaufen“, vermutet ein Mischlingsbesitzer. Und: Die Frau geht sehr perfide vor. Sie legte sie so geschickt aus, dass auch angeleinte Hunde sie finden und fressen. Deshalb ist das Anleinen des Hundes zwar gut, aber kein garantierter Schutz.

Quelle: EXPRESS  06.04.2005