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   Göttingen – Die wirtschaftliche Bedeutung der Hundehaltung war für  Wissenschaftler des Volkswirtschaftlichen Seminars der Universität Göttingen Anlass für eine eingehende Untersuchung. Sie kamen in ihrer Studie zu bemerkenswerten Ergebnissen, die sie der Öffentlichkeit in Form einer Publikation namens "Ökonomische Gesamtbetrachtung der Hundehaltung in Deutschland" bekannt machen. Hier einige davon:

   Die Betreuung und Behandlung von Hunden sorgt in deutschen Tierarztpraxen für 700 Millionen Euro Umsatz. Die Arbeitsplätze von 15.000 Tierärzten und Helfern hängen direkt am Hund. Der Umsatz für Hunde-Arzneimittel beträgt rund 150 Millionen Euro, der Aufwand in Tierheimen liegt bei 70 Millionen.

   40% (zwei Mio.) der fünf Millionen Hunde in Deutschland sind haftpflichtversichert, bei Versicherungsprämien zwischen 50 und 120 Euro pro Jahr nimmt die Versicherungswirtschaft so 100 bis 240 Millionen Euro ein.

   Hundepensionen setzen 14 Millionen Euro jährlich um, Hundesalons sogar 50 Millionen Euro.

   Städte und Gemeinden streichen jährlich 220 Millionen Euro Hundesteuer ein. Ihre Ausgaben für die Beseitigung "negativer Begleiterscheinungen der Hundehaltung" machen aber nur einen Bruchteil der Summe aus, da diese in erster Linie über die entsprechender Bußgelder finanziert werden.

   40 bis 60 Hunde "finanzieren" und sichern einen Arbeitsplatz.

   Die Ausgaben in Zusammenhang mit der Hundehaltung ergeben einen Anteil von 0,22 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Das entspricht einem Fünftel des Beitrags der Landwirtschaft.

   Hundehaltung verbessert die Gesundheit und minimiert so die gesamtwirtschaftlichen Gesundheitskosten um mehr als zwei Milliarden Euro, das sind 0,875 der Gesamtaufwendungen.

   Hunde erbringen als tierische Arbeitskollegen und Partner des Menschen (Polizeihunde, Rettungshunde, Blindenhunde und Therapiehunde) vielfältige ökonomische Dienstleistungen für die Gesellschaft, in dem sie entsprechende Kosten vermeiden helfen.

   Hund und Halter e.V. ist der Meinung, dass diese Fakten insbesondere in den kommunalen Verwaltungen für einen Prozess des Umdenkens sorgen sollten. Angesichts der positiven gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen erscheint es aus hiesiger Sicht weder zeitgemäß noch sinnvoll, die aus vielerlei Gesichtspunkten wertvolle Mensch-Hundbeziehung durch Erhebung z.T. enormer Steuerbeträge (mit dem Ziel der Eindämmung der Hundehaltung) sowie drastischer Reglementierungen fortwährend zu erschweren. Sofern man auch auf die Steuereinnahmen und deren Lenkungszweck nicht gänzlich verzichten möchte, so sollte man doch in Erwägung ziehen, ob diese nicht zumindest zu einem Großteil zweckgebunden (z.B. Schaffung von adäquaten Hundefreilaufgebieten, Unterstützung von Tierschutzeinrichtungen) eingesetzt werden sollten.

Die Publikation "Ökonomische Gesamtbetrachtung der Hundehaltung in Deutschland" zum Download (PDF-Dokument – 275 kb >>)