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   Heute, am 28. März, öffnet die Jagdmesse »Jagen und Fischen« in München ihre Tore. Tierschützer protestieren: »Wir brauchen keine Jäger, die als Hobby und Freizeitvergnügen Tiere tot schießen!« Für eine »Natur ohne Jagd« werden am kommenden Samstag in München mehrere Hundert Tier- und Naturschützer aus ganz Deutschland sowie dem angrenzenden Ausland in München für eine Natur ohne Jagd auf die Straße gehen.

   Die Großdemonstration – es ist bereits die 66. bundesweite Anti-Jagd-Demo in Folge - startet am 31. März um 12 Uhr am Sendlinger Tor-Platz. Bei der Kundgebung auf dem Marienplatz ab 13 Uhr werden mit dem Tierrechtsphilosophen Dr. Helmut F. Kaplan, der engagierten Tierschützerin Barbara Rütting, dem Münchner Anwalt Bernhard Fricke von »David gegen Goliath« namhafte Rednerinnen und Redner sowie weitere Vertreter von über 20 Tier- und Naturschutzorganisationen erwartet.  Musikalische Unterstützung kommt von der AJ-Gang – DIE Tierrechtsband, die auf dem Marienplatz mit ihren Songs »BambiKiller«, »Waidmanns Heil« und »Jagd und Jäger ins Museum« einheizen wird.

   Es gibt in Deutschland kein Naturschutzgebiet, keinen Wald, keinen See, welcher nicht der Bejagung unterliegt. »Unsere noch verbliebene Rest-Natur und die darin lebenden Wildtiere haben etwas Besseres verdient, als zum Schießpark von 300.000 Hobby-Jägern degradiert zu werden«, so der Biologe Kurt Eicher. »Eine kleine Minderheit von 0,3% der Bevölkerung terrorisiert die Allgemeinheit«. Die repräsentativen Umfragen der letzten Jahre zeigen übereinstimmend: mehr als zwei Drittel der Deutschen stehen der Jagd kritisch gegenüber oder lehnen sie völlig ab.

   Immer mehr Grundstückseigentümer, deren Wald, Wiesen und Felder zwangsbejagt werden, setzen sich gegen dieses Unrecht zur Wehr und verlangen von der unteren Jagdbehörde, aus der Jagdgenossenschaft entlassen zu werden. Sie haben sich in der Bürgerbewegung  »Zwangsbejagung ade« zusammengeschlossen, um die menschenrechtswidrige Zwangs­mitgliedschaft in den Jagdgenossenschaften abzuschaffen: www.zwangsbejagung-ade.de

   Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd weist auf aktuelle wissenschaftliche Studien hin: »Die Natur reguliert sich selbst. In unbejagten Gebieten Europas sind Tiere und Natur im Gleichgewicht.« Dass die wahre Motivation für die Jagd die »Lust am Töten« und »Freude am Beute machen« ist, geben die Jäger in den einschlägigen Jagdzeitschriften offen zu. - Mit dem Staatsziel Tierschutz, das seit 2002 im Grundgesetz verankert ist, ist dies wohl kaum zu vereinbaren... Und immer wieder sind in der Presse Meldungen zu lesen, dass Jäger nicht nur 5 Millionen Wildtiere schießen, sondern dass auch ca. 350.000 Haustiere und jährlich etwa 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen um Leben kommen.

   Jäger schießen auf Wildtiere: Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand
   In Deutschland werden jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere erschossen, erschlagen oder in Fallen grausam getötet. 5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, 10 Tiere pro Minute. Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.

   Jäger schießen auf Haustiere: Jedes Jahr sterben 300.000 Katzen und 40.000 Hunde
   Was viele nicht wissen: In Deutschland werden Jahr für Jahr etwa 300.000 Hauskatzen und an die 40.000 Hunde von Jägern erschossen, erschlagen oder in Fallen gefangen.
Aktuelle Meldungen: Am 7. März wurde ein Jäger verurteilt, weil er seinen Jagdhund mit einer lebenden Katze scharf gemacht hat. Die Katze starb dabei. Am 2. März war eine Katze mit dem Schrotgewehr erschossen worden.

   Jäger schießen auf Menschen: Jedes Jahr etwa 40 Tote
   Drei Schreckensmeldungen innerhalb von 8 Tagen: Am 27. März erschoss ein Jäger seine Ehefrau und sich selbst. Am 24. März wurde ein Jäger zu 1000 Euro Strafe verurteilt, weil er bei der Jagd aus Versehen seinen Freund erschossen hatte. Am 19. März hatte ein Jäger gedroht, seine Familie umzubringen.

   Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. Alleine in Deutschland. Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Schwager, sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Mountainbiker, Bärlauchsammler oder spielende Kinder. Den landwirtschaftlichen Berufsgenossen­schaften werden jährlich über 800 Jagdunfälle gemeldet, wobei diese Zahl sicherlich nur die Spitze des Eisbergs ist.

Kontakt und Information:
Initiative zur Abschaffung der Jagd
Kurt Eicher
Derfflingerstr. 2
74080 Heilbronn
Tel. 07131/481263 mobil 0175/1475083
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.abschaffung-der-jagd.de
www.anti-jagd-demo.de