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Wie einer Pressemitteilung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zu entnehmen ist, entschied dieser mit Urteil vom 25.07.2013 (Az. 4 B 13.144), dass eine sog. „Kampfhundesteuer" in Höhe von 2.000 Euro jährlich eine erdrosselnde Wirkung hätte und auf ein Verbot der Haltung derartiger Hunderassen hinausliefe.

Grundsätzlich könne eine Gemeinde für einen sog. „Kampfhund" – selbst bei Absolvierung eines positiven Wesenstests - eine erhöhte Steuer festsetzen, um die Haltung von als gesteigert gefährlich geltenden Hunderassen einzudämmen. Dies sei aber dann nicht mehr gerechtfertigt, wenn die mit der Steuererhebung bezweckte Lenkung hinter dem Zweck, Einnahmen zu erzielen, zurückträte. Dies sei aber dann der Fall, wenn die Höhe der Steuer so erdrosselnd sei, dass die Haltung von Hunden bestimmter Rassen nicht mehr möglich sei.

Da es sich bei der Hundesteuer um eine Aufwandsteuer handele, müsse die Steuer im Verhältnis zum finanziellen Aufwand der Hundehaltung stehen. Bei einer jährlichen durchschnittlichen Belastung von ca. 1.000 Euro im Jahr für einen Hund sei dies mit einer steuerlichen Belastung von 2.000 Euro nicht mehr der Fall.

Gegen das Urteil wurde die Revision zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen.