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Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Urteil vom 15.10.2014 (BVerwG 9 C 8.13) entschieden, dass eine jährliche Kampfhundesteuer von 2.000,00 Euro einem „Kampfhundeverbot" gleichkomme und somit rechtswidrig sei. Dem Fall lag eine Steuer für einen Hund der Rasse Rottweiler in einer bayerischen Gemeinde zu Grunde. Während „normale" Hunde mit einer Hundesteuer von lediglich 75,00 Euro besteuert wurden, mussten Besitzer bestimmter, als besonders gefährlich eingeschätzten Hunderassen den 26-fachen Steuersatz zahlen. Zwar sei es nach Auffassung des Gerichts zulässig, neben fiskalischen Zwecken auch den Lenkungszweck, „Kampfhunderassen" aus dem Gemeindegebiet zurückzudrängen, zu verfolgen. Dies dürfte aber nicht darauf hinauslaufen, dass die Hundesteuererhebung erdrosselnd wirke und auf ein faktisches Haltungsverbot hinausliefe. Zudem übersteige der steuerliche Aufwand den durchschnittlichen sonstigen Haltungsaufwand eines derartigen Hundes.