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Wie die Rheinische Post am 21.11.2008 in ihrer Online-Ausgabe (http://nachrichten.rp-online.de) berichtet, soll das Umweltministerium in seiner Evaluation zum Hundegesetz zu dem Ergebnis gekommen sein, daß sich die am 01.01.2003 in Kraft getretenen Regelungen, insbesondere die sog. Rasseliste mit den damit verbundenen Einschränkungen für bestimmte Hunde(halter), bewährt hätten. Die Unfallquote mit Pitbull-Terriern etwa sei im Zeitraum von 2003 – 2007 um 70% gesunken.

Abgesehen davon, daß diese Zahlen, ebenso wie die seit 2003 in NRW vom Umweltministerium geführten Beißstatistiken, ganz erheblichen Zweifeln ob ihrer Belastbarkeit unterliegen, stimmt es jedenfalls einigermaßen fröhlich, daß selbst die Rheinische Post in ihrem Bericht völlig klar und eindeutig darauf hinweist, daß unser CDU-Umweltminister Uhlenberg, als er noch in der Opposition saß, einer der größten Kritiker der Rasseliste im LHundG NRW war. Im Koalitionsvertrag mit der FDP aus dem Jahre 2005 wurde daher vereinbart, daß das LHundG NRW überarbeitet werden sollte. Darauf haben wir damals in einer Petition noch besonders hingewiesen.

Davon wollte und will Umweltminister Uhlenberg jetzt indes nichts mehr wissen. Vielmehr ließ er die Rheinische Post wissen, daß nunmehr das Parlament seine Schlußfolgerungen aus seiner ministeriellen Auswertung ziehen müsse. Wir sind gespannt, wie lange der zuständige Ausschuß im Landtag nunmehr braucht, um zu dem Ergebnis zu gelangen, daß nichts geändert wird ...

Oder aber es befaßt sich doch irgend jemand im Landtag mit wissenschaftlichen Studien und belastbaren Zahlen; die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Der Bericht des Umweltministeriums vom 18.11.2008 an den Umweltausschuß des Landtags findet sich übrigens hier: http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMV14-2232.pdf

 

L.-J. Weidemann

2. Vorsitzender