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(siehe: http://www.openpr.de/news/220405/Ein-8-Jaehriges-Maedchen-wird-Opfer-des-liberalsten-Hundegesetzes-Deutschlands.html)

Es ist außerordentlich bedauerlich, dass die Deutsche Kinderhilfe anläßlich des aktuellen Beißvorfalls wieder nur in Aktionismus verfällt und schärfere Gesetze verlangt.

Damit wir uns richtig verstehen: jeder Beißvorfall ist einer zuviel, nur hat die Erfahrung gezeigt, dass weder schärfere Gesetze, noch willkürlich erstellte Hunderasselisten in anderen Bundesländern Beißvorfälle verhindern konnten. Die Hunde sind nicht die Schuldigen, es sind die Halter, die besser geschult werden müssen und sich in Rücksichtnahme üben sollten. Ein verantwortungsvoll erzogener Hund stellt in der Regel keine Gefahr für Menschen und andere Tiere dar. Er ist im Gegenteil, gerade für Kinder, eine nachgewiesene Bereicherung ihres Lebens. Tausende von – mitunter wissenschaftlich belegten – Beispielen zeigen, wie sehr Kinder mit Hunden verbunden sein können, durch diese bessere schulische Leistungen und ein ausgeprägteres Sozialverhalten zeigen.

Die Erfahrungen des Landes Niedersachsens haben gezeigt, dass gerade die sog. „Kampfhunde“ besonders selten negativ auffällig werden. Aber wenn ein typischer „Familienhund“ oder ein kleiner Terrier beißt – und das häufig mit nicht unerheblichen Folgen, ist dies anscheinend nicht spektakulär genug um in den Medien verbreitet zu werden.

Daher nochmals: Schärfere Gesetze gegen Hunde verhindern keine Unfälle, denn in Niedersachsen ist die Zahl der dokumentierten Beißvorfälle seit dem Abschaffen der Rasselisten nicht angestiegen. Es lebt sich dort also nicht gefährlicher als etwa in Bayern mit viel strengeren Vorschriften. Es wäre daher zu begrüßen, wenn sich die Deutsche Kinderhilfe vorurteilsfrei und sachlich mit der Thematik auseinandersetzen würde, denn Polemik und Panikmache lösen keine Probleme.

Es gibt genügend sachkundige Menschen, die gerne bereit sind bei dem Abbau von Vorurteilen behilflich zu sein. Ingrid Telschow-Böcker Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Hund und Halter e.V.