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   Wer allen Ernstes behauptet, dass eine unkontrollierbare Fortpflanzung nur durch Kastration zu verhindern sei, der muss sich die Frage stellen, wie viel er von Hundehaltung und Hundeverhalten versteht. Die Kastration bedeutet eine Amputation und steht, vom Gesetz hergesehen, damit in einer Reihe mit dem Kupieren von Ohren und Ruten. Die Rechtmäßigkeit von Kastrationen müssen im Einzelfall Gerichte prüfen.

   Jeder dritte Hund in Deutschland ist kastriert. So die Angaben deutscher Tierärzte in einer aktuellen Umfrage aus dem März 2007.  Um möglichen Folgen einer Kastration vorzubeugen, wird für diese Hunde eine spezielle Ernährung empfohlen. Denn kastrierte Hunde haben ein doppelt so großes Risiko, Übergewicht zu entwickeln, wie nicht kastrierte Tiere, oft verbunden mit weiteren Problemen wie zum Beispiel Gelenkerkrankungen. So leiden kastrierte Hunde im Durchschnitt 1,5 Mal häufiger an einer Hüftgelenkserkrankung und auch Kreuzbandrisse werden vermehrt beobachtet.

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