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   Stellungnahmen und andere Publikationen zum Thema rassespezifische Regelungen aus den Bereichen Hundetraining, Diensthundwesen, Hundezucht etc.

   Es wünscht Ihnen eine interessante und aufschlussreiche Unterhaltung,

   Ihr Team von Hund und Halter e.V.


   in einer Anhörung zur Gesetzesvorlage Drucksache 14/618 - Gesetz über das Halten und Führen von Hunden am 22.04.2001 in Berlin.

   Zunächst zur Gesetzesvorlage Drucksache 14/618 - Gesetz über das Halten und Führen von Hunden. Zu dieser Gesetzesvorlage liegt eine Stellungnahme meines Arbeitskreises vor: Die Auflistung von Hunderassen ist fachlich nicht haltbar. Übereinstimmende Auffassung aller unabhängigen kompetenten Wissenschaftler und Fachpraktiker ist, dass es keine übersteigert gefährlichen Hunderassen gibt. Es gibt übersteigert gefährliche Individuen, deren Gefährlichkeit zurückzuführen ist auf falsches oder kriminelles Verhalten der verantwortlichen Bezugsperson.

(...)

   Weil die Zeit wegläuft, fasse ich kurz aus meiner Stellungnahme das zusammen, was mir an dieser Gesetzesvorlage am wesentlichsten erscheint. Die Gesetzesvorlage unterstellt fälschlich, dass bestimmte Hunderassen übersteigert gefährlich sind. Dies ist aus den vorgetragenen Gründen fachlich nicht vertretbar. Ziel des Gesetzes ist der Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden. Im Interesse der Gleichbehandlung von Hundehaltern, im Interesse des Tierschutzes und eines wirksamen Schutzes der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden ist es falsch, die möglichen präventiven Instrumente wie Sachkundeprüfungen und Zuverlässigkeitsprüfungen nur auf Halter bestimmter Hunderassen und/oder auffällig gewordener Hunde zu beschränken. Dies stellt eine ungerechte, selektive, nur partiell oder leider auch manchmal zu spät wirksame Gefahrenabwehr dar. Damit wird das angestrebte Ziel, Bürger möglichst vor gefährlichen Hunden zu schützen, verfehlt.

Auszüge aus dem Buch "...damit wir uns verstehen"
von Thomas Baumann
Deutscher Vertreter der europäischen Interpol-AG
für das Diensthundwesen, Polizeihundeausbilder
und Leiter einer Hundeschule

August 2000

   Die Verantwortungsträger einiger weniger Bundesländer glichen hektischen Revolverhelden, die bei jeder Bedrohung sofort wild um sich schießen. Dementsprechend sieht auch das Trefferbild der Schützen aus. Völlig unbeteiligte und durchaus friedfertige Hunderassen sowie deren Halter wurden und werden immer noch gejagt und geächtet.
Spontan verordnete Zucht-, Haltungs- und Importverbote für annähernd 20 Hunderassen, die mit einem sogenannten Kampfhundestatus belegt wurden, führten zu einer Rechtswillkür, wie sie eindeutiger nicht formuliert werden konnte.   (Zum PDF-Dokument - 633 KB >>)